Heftpilot

Eine Lern-App, mit der Kinder genau das üben, was im eigenen Schulheft steht.

Michael Steigemann · mistit@steigemann.de

Kurz gesagt: Eltern schreiben Vokabeln und Hefteinträge ab, daraus werden Lernkarten. Wer möchte, lässt sich dabei von einer KI helfen: Sie liest abfotografierte Heftseiten und schlägt Lernkarten und Arbeitsblätter vor, die Eltern prüfen und überarbeiten. Die Kinder üben die Karten auf dem Handy: schreiben, Karteikarten und Kopfrechnen. Es gibt keine Werbung, kein Konto und keine Datensammlung. Heftpilot ist meine Idee und ein privates Projekt, kostenlos und unter einer Open-Source-Lizenz. Ich überlege, das Projekt zu veröffentlichen, wenn es Sinn macht. Bevor es weitergeht, interessiert mich Ihre Meinung – meine Fragen dazu stehen unten.

So sieht es aus

StartseiteStartseite: Listen, Kopfrechnen und das nächste Reiseziel
Karteikarte mit LuftbildKarteikarte mit Bild – immer mit Quellenangabe
Schreiben nach einem FehlerSchreiben: Fehler werden Buchstabe für Buchstabe gezeigt
KopfrechnenKopfrechnen mit großem Ziffernblock
Ergebnis mit StempelGute Runde: ein Stempel für den Reisepass
ArbeitsblattArbeitsblatt in der App, auch zum Ausdrucken

Was die Kinder damit machen

✏️ SchreibenVokabeln abschreiben; die App zeigt, welche Buchstaben noch nicht stimmen, und kann sie buchstabieren.
🃏 KarteikartenFragen aus den Sachfächern, z. B. Geografie: umdrehen, „weiß ich“ oder „noch üben“.
🧮 KopfrechnenEinmaleins, Plus und Minus, Textaufgaben, angelehnt an den LehrplanPLUS.
🔁 WiederholenIn Runden zu 20 Karten nach dem Karteikasten-Prinzip: Unsicheres kommt öfter, Sicheres seltener.
✈️ MotivationFür gut geübte Kapitel gibt es Stempel von Reisezielen; Eltern können Belohnungen hinterlegen.
🖼️ MedienKarten können Bilder, kurze Tonaufnahmen und Videos zeigen, immer mit Quellenangabe.

Lernhilfe für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten

Die Eltern können eine Lernhilfe zuschalten:

Woher die Inhalte kommen

Selbst gemacht: Eltern schreiben die neuen Vokabeln und Hefteinträge in eine einfache Textdatei, zum Beispiel einmal pro Woche. Eine Vokabelseite sind ein paar Minuten Tipparbeit. Zu einem Hefteintrag kommen ein paar Fragen mit Antworten dazu. Alles Weitere erledigen Programme ohne KI: Karten in beide Richtungen, Hinweise bei mehrdeutigen Wörtern, Prüfung, Pakete für die App. In der App selbst lassen sich Listen ebenfalls anlegen und bearbeiten.

Mit KI-Unterstützung geht es schneller:

  1. Abfotografieren: Die Eltern fotografieren oder scannen die neuen Heftseiten mit dem Handy.
  2. Abschreiben lassen: Eine KI liest die Fotos und schreibt Vokabeln und Hefteinträge ab. Doppelte Vokabeln werden erkannt, unklare Stellen markiert statt geraten.
  3. Vorschläge: Sie schlägt Fragen und Antworten vor und auf Wunsch ein passendes Arbeitsblatt zum Ausdrucken, mit frei lizenzierten Bildern.
  4. Prüfen und freigeben: Die Eltern sehen alles durch, bevor es in die App kommt. Die Fotos selbst bleiben privat und werden nicht veröffentlicht.

Alles bleibt überarbeitbar. Ob selbst geschrieben oder von der KI vorgeschlagen: Die Abschrift ist ein normaler Text, den Eltern jederzeit korrigieren und ergänzen können, zum Beispiel mit einem Hinweis der Lehrkraft, eigenen Merksätzen oder zusätzlichen Fragen. Beim nächsten Laden ist die neue Fassung in der App, der Lernstand bleibt erhalten. Die App selbst enthält keine KI und schickt nichts an KI-Dienste.

Dabei gilt:

Ein Eintrag sieht zum Beispiel so aus:

- F: Was ist eine Karte?
  A: Eine verkleinerte Abbildung der Wirklichkeit.
- F: Dornbirn von oben: Schräg- oder Senkrechtluftbild?
  B: medien/schraegluftbild.jpg "Quelle: …, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0"
  A: Ein Schrägluftbild.

Wie kommt die App aufs Handy?

Heftpilot steht noch nicht im App Store oder bei Google Play. Für einen kleinen Testkreis stelle ich die App direkt zur Verfügung:

Wenn das Interesse über einen Testkreis hinausgeht, ist eine Veröffentlichung im App Store und bei Google Play der nächste Schritt.

Datenschutz

Meine Fragen an Sie

  1. Wie finden Sie die Idee? Passt so eine Übungshilfe zu Ihrem Unterricht, oder sehen Sie etwas, das nicht dazu passt?
  2. Ist es für Sie in Ordnung, wenn Hefteinträge und Tafelanschriebe aus Ihrem Unterricht in eigenen Worten als Lernkarten erfasst werden?
  3. Dürfen Inhalte von eigenen Arbeitsblättern verwendet werden, die Sie selbst erstellt haben?
  4. Könnten Sie sich vorstellen, dass es über einen kleinen Testkreis hinaus Interesse an so einer App gibt?
  5. Ist die App aus Ihrer Sicht für Kinder in der 5. Klasse zu kompliziert, oder kommen sie damit gut allein zurecht?
  6. Passt die Gestaltung mit Flieger, Reisezielen und Stempeln auch für ältere Kinder, oder wirkt sie zu kindlich?
  7. Was fällt Ihnen sonst noch ein – Anregungen, Bedenken, Wünsche?
Kontakt aufnehmen: am besten per E-Mail an mistit@steigemann.de. Ich freue mich über jede Rückmeldung.